Mein Adventskalender 2025
Das 7. Türchen
Noch 8 Tage - einschließlich heute. Sonntag - Montag - Dienstag - Mittwoch - Donnerstag - Freitag - Samstag und Sonntag. Ich muss das so deutlich schreiben, um mein Tempo des Kistenpackens drauf einzustellen. Denn im Moment verliere ich mich noch manchmal in Kleinigkeiten. Vielleicht ist das auch der Grund, wieso mein Arbeitszimmer noch nicht verpackt ist. Jeden Ordner, den ich in die Hand nehme, könnte ich durchsehen und die Seiten einscannen - oder Überflüssiges gleich shreddern..
Könnte ich.
Doch die Ordner sind nur der kleinere Zeitfresser. Wenn ich einen Blick auf meine Vision-Boards werfe oder auf meine Pinnwand, auf der meine neuen Seminar- und Coachingprojekte pinnen, dann kann das dauern. Denn da steckt ja ein Konzept dahinter. Das sind Seminar-Angebote, die aufeinander aufbauen. Nicht jeder meiner Kunden bekommt auch mit, was ich so alles in petto habe.
Von mir ausgebildete Trainerinnen bekommen andere Seminare angeboten als jemand, der grad neu in meine Welt gekommen ist, ein akutes Coaching-Anliegen mitbringt oder mit einer NLP-Ausbildung begonnen hat. Das wollte ich alles noch in diesem Jahr online stellen, endlich einen Newsletter aufsetzen und mein Seminarprogramm für 2026 veröffentlichen. Dafür hatte ich mir Zeit freigehalten - einschließlich eines Sommerurlaubs im November als kreative Auszeit.
So war der Plan.
Und dann flatterte Anfang Oktober die Wohnungskündigung ins Haus...
Das 8. Türchen
Noch 7 Tage - einschließlich heute. Der Stapel an gepackten Kisten wächst. Muss noch meine Buchhaltung erledigen, damit ich die Ordner ebenfalls verpacken kann.
Daher heute nur - der Zeit geschuldet - ein Witz, passend zum Thema:
..

Das 9. Türchen
Mein Tag
- ich wache um halb 6 auf und gebe um 6 auf, noch mal einschlafen zu können
- Ein Kaffee muss sein. Ein großer, aber nicht zu starker Kaffee, was Warmes halt, ich werde langsam wach und sortiere meine Gedanken, die mich so früh geweckt haben. Mist, Telefonanschluss muss ich ja noch erledigen. Das heißt vermutlich Anruf bei der Telekom, Warteschleife, mit etwas Glück einen kompetenten Mitarbeiter am Ohr ... Ja, es geht auch online, aber nicht bei den Rückfragen, die ich habe.
- Ich verdränge den Gedanken, genieße den Kaffee und setz mich an den Schreibtisch.
- 6.50 Uhr Schreibtisch. Buchhaltung fertigstellen und Überblick verschaffen:
- Ziel: heute Abend ist mein komplettes Arbeitszimmer in Kisten verpackt, Überflüssiges ausgemistet und die Regale zerlegt. Dieses Ziel ist nicht verhandelbar. Na dann, legen wir mal los.
- 8:00 Uhr - upps - draußen ist ja schon hell - und ich saß hier im dunklen Zimmer. Buchhaltung up to date - kann verpackt werden. Meilenstein, Haken dran.
- Frühstück bis 8.30 Uhr - bin frisch gestärkt. Weiter geht's.
- 3 Stunden Kisten packen, Ordner, Bücher, digitales Equipment - gleichzeitig überlege ich, welche Dinge ich dringend spätestens im Januar wiederfinden muss - und die ich deshalb besonders markieren muss. Und Ordner mit Unterlagen, die ich gern im Blick habe. Die werden separat gestapelt.
- Eine Liste mit dem, was drin ist, spare ich mir. Sonst geht es mir vielleicht so wie einem Bekannten, der vergangenes Jahr seinen Hausstand genau kartografiert hatte, alle Kisten nummeriert und den Inhalt in ein Ringbuch geschrieben. Der Umzug ist inzwischen über die Bühne - das Ringbuch hat er bis heute nicht wiedergefunden... Die Aufschrift auf den Kartons "Arbeitszimmer Evi" muss reichen. Sind eh Archivboxen, die man oben aufklappen und nachsehen kann. Läuft.
- Packen und Regale demontieren bis 12.50 Uhr. Dann gehen mir die kleinen Kartons für die Bücher aus. Kein Problem, auf zum nächsten Bioladen (hier im Outback fahr ich 18 Minuten bis nach Landsberg) - dort gibts nicht nur was zum Mittagessen, sondern immer einen Berg von genau passenden kleinen Kartons. Die freuen sich, dass sie ihr Zeug los sind und ich freu mich, weil ich weitermachen kann.
- Wieder daheim - Mittagessen kochen und genießen. Pausen müssen sein. An sich würde ich mich jetzt eine halbe Stunde hinlegen und pennen - bin seit Stunden aktiv. Aber gerade heute ist perfektes Wetter, um die Sachen im Garten zusammenzupacken. Wenn es friert und schneit, macht das keinen Sinn und schon gar keinen Spaß. ABER: heute steht Arbeitszimmer auf meiner Liste. Also mach ich nur das Kurzprogramm: ich grabe meinen wunderbaren Rosmarin-Busch aus, denn den nehme ich mit!
- Jetzt bin ich allerdings echt platt und gönne mir meine halbe Stunde Schlaf.
- Der Nachmittag verläuft wie der Vormittag. Packen, Regale demontieren, das ganze halbwegs sinnvoll zusammenstellen. Inzwischen ist es 21.00 Uhr. Eine Stunde werde ich noch dranhängen, dann ist es gut für heute. Ich hab ne Menge geschafft.
Das 10. Türchen
Motivationstief
Gestern hab ich stundenlang gewerkelt und geackert - hab fast 80 Prozent aller Gegenstände in meinem Arbeitszimmer in der Hand gehabt und bewegt, sortiert, verpackt oder entsorgt. Das Endergebnis ist ein vollgestellter Raum mit zerlegten Regalbrettern, die sorgfältig markiert an der Wand lehnen, gestapelte Umzugskartons mitten im Raum und ein unübersichtlicher Schreibtisch, auf dem all das Zeug liegt, was noch erledigt werden muss (wieso kommen ausgerechnet jetzt lauter neue EC- und Kreditkarten an...??)
Üblicherweise sieht mein Zimmer nach vielen Stunden herumwerkeln tipptopp und aufgeräumt aus, alles ist ästhetisch, zeugt von Klarheit und Leichtigkeit. Das ist dann die Belohnung fürs Auf- und Umräumen.
Doch heute wird mein Bedürfnis nach Ästhetik nicht befriedigt, im Gegenteil. Bin blockiert, krieg den Kopf nicht frei und kann keine Prioritäten setzen. Bin mal gespannt, wie sich dieses Problem lösen wird...
Das 11. Türchen
und weiter geht's
Meine Motivation ist praktischerweise gestern noch zurückgekehrt. Ich hatte euch ja auch bei WhatsApp gefragt, welche Tipps ihr habt, damit ich meine Motivation zurückgewinne. Die Beschränkung war "in einem Satz". Vielen Dank für eure lustigen, kreativen, sehr pragmatischen und oft sehr treffenden Sätze! Ich werde hier bei Gelegenheit drauf eingehen. Da steckte ne Menge Weisheit und Lebenserfahrung drin.
Was mich gestern rasch wieder auf Kurs gebracht hat (immerhin hab ich nur noch drei Tage, bis die Möbelpacker kommen), war die Strategie "Wenn etwas nicht funktioniert, dann mach etwas anderes." Ich hab also ganz pragmatisch den Raum gewechselt. Statt in meinem Arbeitszimmer herumzuwurschteln, hab ich einfach im Nebenzimmer weitergemacht, anschließend im Wohnzimmer und in der Küche. Dann lief es wieder.
Abwechslung und Perspektivenwechsel.
Inzwischen bin ich wieder im Flow und hab heute eine kleine Kostbarkeit herausgeputzt: Mein Kronleuchter, der 7 lange Jahre in der Garage in einem Karton gelegen und in der letzten Wohnung keinen Platz gefunden hatte.
Ich hab die Glas-Elemente abgebaut, sofern möglich, und im Geschirrspüler gereinigt. Jetzt blinkt er wieder - und ich weiß auch schon, wo er hängen wird. Direkt im Eingangsbereicht der Wohnung, an der Stuckdecke zentral im Flur.
Das 12. Türchen
Heute war Frühstück mit Freundinnen dran. Seit nahezu 20 Jahren bin ich aktives Mitglied unseres Breakfast Clubs, eine Runde von Mädels (ja genau, Mädels!), die sich alle paar Wochen zum Frühstück treffen und englische Konversation betreiben. Jedes Mal zu einem anderen Thema, was von unserer zauberhaften Leiterin vorbereitet wird. Eine vergnügliche Runde, auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind.
Die Gastgeberinnen wechseln sich ab - so sind wir Gast in verschiedenen Häusern und dürfen vielerlei kulinarische Köstlichkeiten genießen.
Ich liebe diese Events und ich habe es heute nochmal ganz besonders genossen - danke an unsere großartige Gastgeberin für das exzellente Buffett!!
Mittags war ich zurück bei meinem Umzugsspektakel. Inzwischen muss ich mich nicht mehr motivieren, ich fang einfach an und packe Kisten. Jetzt ist die Küche dran, Schüsseln, Gläser, Tassen etc. Wir haben noch Samstag und Sonntag. Irgendwie glaube ich, dass wir es schaffen.
Mal sehen, wie ich morgen Abend drüber denke :-) .
PS: heute ist unser Klavier umgezogen. Es war vor zweieinhalb Jahren der erste große Gegenstand in unserem Haus - und verlässt es als erstes.
PPS: morgen verrate ich euch die Geschichte dieses Lebkuchens, der das Gesicht meines Adventskalenders ist...














